Der neue Pflege-Riester

Um für den Pflegefall umfassend vorzusorgen, wird der Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung empfohlen. Diese ist nötig, da die gesetzliche Pflegeversicherung nur einen Teil der Pflegekosten tragen kann und daher hohe Versorgungslücken bestehen.

Staatliche Zuschüsse für private Vorsorge

Die Notwendigkeit, auch für den Pflegefall privat vorzusorgen, hat auch die Bundesregierung erkannt und im Juni 2012 die geförderte Pflegezusatzversicherung auf den Weg gebracht. Mit Zustimmung des Bundesrates kann dieses Vorhaben dann bereits im Jahr 2013 in Kraft treten. Alle Bürger, die eine solche Zusatzversicherung bei einem privaten Anbieter abschließen, sollen mit monatlich fünf Euro bzw. 60 Euro pro Jahr unterstützt werden. Damit ähnelt die staatliche Pflegezusatzversicherung der Riester-Rente, die ebenfalls eine staatliche Unterstützung für die private Altersvorsorge bietet. Daher wird vielfach auch der Name „Pflege-Riester“ benutzt.

Einfacher Vertragsabschluss gewünscht

Versicherer, die die neue Pflege-Riester Versicherung anbieten, müssen grundsätzlich alle Antragsteller aufnehmen. Auch auf die sonst üblichen Gesundheitsfragen, die bei privaten Pflegerenten in der Regel gestellt werden, sollen entfallen. Ziel der Bundesregierung ist es, dass jeder Bürger, der eine solche Versicherung abschließen möchte, diese auch erhalten kann. Für die Versicherer ist dies jedoch mit hohen Risiken verbunden, denn es ist kaum kalkulierbar, welche Leistungen für die Versicherten fällig werden. Ob und wie sich diese Vorgabe auf die Versicherungsprämie auswirken könnte, ist daher noch nicht bekannt.